TIPP DES TAGES

  • Les reines de la nuit

 

Verpflichtungen für Bürgerinnen und Bürger

Gesetz über die Erhaltung der Natur

Im wallonischen Naturschutzgesetz spiegelt sich die Umsetzung der Auflagen der europäischen Richtlinien und internationalen Übereinkommen zum Schutz der Arten und deren Lebensräume wider.

Beispielsweise ist es in der Wallonie generell verboten, bestimmte wildlebende und geschützte Pflanzen (z.B. Arnika und einige Ragwurzarten) zu pflücken, umzupflanzen, zu beschädigen oder zu zerstören. Ebenso ist es nicht gestattet, jegliche einheimischen Säugetier-, Amphibien- und Reptilienarten zu jagen, zu töten, zu fangen und zu verkaufen. Gleiches gilt für alle wildlebenden Vogelarten, deren Lebensraum im europäischen Hoheitsgebiet liegt. Hiervon ausgenommen sind selbstverständlich Arten, die unter die Kategorie Wild fallen und den Jagdgesetzen unterliegen. Ebenso wenig dürfen bestimmte Insektenarten weder getötet, gefangen, gehalten, transportiert, für Dekorations- oder Erwerbszwecke genutzt, gehandelt, noch verkauft oder gekauft werden – und das weder im lebenden noch im toten Zustand. Dies trifft beispielsweise auf zahlreiche geschützte Schmetterlingsarten zu wie den Großen Feuerfalter, den Skabiosen-Scheckenfalter usw.

In Naturschutzgebieten gelten logischerweise noch wesentlich strengere Auflagen. Folgendes ist dort untersagt:

  • jegliche Pflanzenarten zu pflücken, umzupflanzen, zu beschädigen oder zu zerstören;
  • Tiere zu töten, zu jagen oder mithilfe von Fallen zu fangen oder ihre Nachkommen, Eier, Nester oder Bauten zu stören bzw. zu zerstören.

Um die Ziele der Erhaltung und der Entwicklung der Biodiversität umzusetzen, wird dieses Rechtsinstrument durch Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und durch Schutzprogramme ergänzt.

Raumordnung

Das WGRSEE (Wallonisches Gesetzbuch über die Raumordnung, den Städtebau, das Erbe und die Energie) ist ein Instrument, mit dem sich bestimmte naturschädigende Aktivitäten im Rahmen der Raumordnung überwachen lassen. Demgemäß unterliegen alle Handlungen und Arbeiten, die die natürliche Umgebung verändern, einer Städtebaugenehmigung

Diese Genehmigungen sind insbesondere in folgenden Fällen erforderlich:

  • wesentliche Bodenreliefveränderungen (z.B. Aufschüttung feuchter Zonen);
  • Auf- oder Abforsten (ausgenommen sind forstwirtschaftliche Arbeiten oder das Anpflanzen von Weihnachtsbäumen in forstwirtschaftlichen Zonen);
  • Fällen freistehender, hochstämmiger Bäume in Grünzonen;
  • Fällen oder Veränderung des Erscheinungsbildes einer oder mehrerer bemerkenswerter Bäume bzw. Hecken;
  • Entfernung von über 5 Meter langen Hecken einheimischer Pflanzenarten;
  • Fällen von einheimischen Baumreihen;
  • Rodung oder Veränderung der Vegetation „jeglicher Zonen, die die Regierung für schützenswert hält“.

Diese Genehmigungen sollen die Erhaltung von Kleinstbestandteilen der Landschaft bzw. der Vegetation fördern.