TIPP DES TAGES

  • Les reines de la nuit

 

Extensiv genutzte Grassäume
und bepflanzte Parzellenstreifen

Begraste Wendeflächen am Rand am Rande von Ackerkulturen und bepflanzte Parzellenstreifen

Entgegen der landläufigen Meinung herrscht auch auf großen offenen Anbauflächen eine Artenvielfalt. So fühlen sich Wachteln, Feldlerchen, Rebhühner und Hasen auf großen Flächen wohl.

Dessen ungeachtet schwinden die Bestände dieser Arten erheblich. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und hängen teilweise mit der Banalisierung der Kulturlandschaft zusammen (d.h. Spezialisierung auf sehr wenige Kulturen und Vergrößerung der Parzellenflächen). Die Folgen sind das Schwinden der Nahrungsquellen (Zonen mit Zwischenkulturen bieten im Allgemeinen mehr Nahrung), das Fehlen von Orientierungspunkten (Böschungen, freistehende Bäume) sowie der Rückgang der Unterschlupfmöglichkeiten für die Fauna auf den großen Flächen bei der Erneuerung der Kulturen. 

Die Wiederherstellung eines Biotopverbundes innerhalb der Ackerkulturen mithilfe begraster Wendestreifen, Nahrungszonen oder künstlicher Böschungen stellt derzeit eine der wenigen umsetzbaren Maßnahmen in diesen sich ständig wandelnden Lebensraum darm

Begraste Wendeflächen ermöglichen das Anlegen von Durchgangskorridoren, die Wiederherstellung von Säumen zwischen den Kulturen und den Wald- oder Wegerändern sowie den Schutz von Wasserläufen.

Seit 2005 werden Landwirte dazu aufgefordert, den Lebensraum Wendefläche zu diversifizieren. Ergebnis sind Nahrungszonen für überwinternde Vögel, Blumenstreifen für Bestäuberinsekten und „Beetle Banks“ als Bestandteile der Landschaft.

  • AUM 3a: 900 bis 1080 €/km begraste Wendefläche
  • AUM 9: 1250 €/km bepflanzte Parzellenstreifen für die Fauna, mit Betreuung durch Experten

2500 km begraste Wendeflächen und 1400 km bepflanzte Parzellenstreifen für Fauna bzw. Landschaft sind derzeit Gegenstand von Subventionen. Jeder zehnte Landwirt beteiligt sich an den Maßnahmen.

Extensive Wiesenstreifen

Fast 11.500 km an Wasserläufen sind in Wallonien von Wiesen umsäumt. Neben ihrer Funktion als Kanäle für den Wassertransport werden diese Gräben, Bäche und Flüsse auch von Fauna und Flora als Lebensraum genutzt. In bestimmten Gewässern finden sich besondere Arten wie Insekten, Grasfrösche, Flusskrebse, Fische, Süßwassermuscheln usw.

Der Verzicht auf Pestizide oder Düngemittel am Rande von Wasserläufen und das Mähen oder die Beweidung außerhalb der für Fauna und Flora kritischen Zeiträume (ab Juli) ermöglichen, die Biodiversität zu fördern, die Gefahr der Verschmutzung von Gewässern und der Vernichtung von Uferläufen zu verringern – bei gleichzeitiger Gewinnung von Viehfutter in Form von Heu. Darüber hinaus lässt sich der Schutz für Fauna und Flora noch erhöhen, wenn beim Mähen Schutzzonen verbleiben. Diese Auflagen sind Gegenstand argrarökologischer Verträge mit einer Breite von 12 Metern für die Streifen (d.h. drei- bis viermal die Breite des Schneidwerks einer Mähmaschine).

  • AUM 3b: 900 bis 1080 €/km

Derzeit gilt diese äußerst umweltfreundliche Bewirtschaftungsmethode für 
851 km extensive Wiesenstreifen am Rand von Wasserläufen.


Weitere Informationen zum Lastenheft dieser AUM (in französischer Sprache)

Extensive Wiesenstreifen

 

Streifen für Bestäuberinsekten

© GRAE

Kiebitz

© JMP

Rebhuhn

© JMP

Goldammer

© JMP

Feldlerche

© JMP

Hase

© CS

Hartman-Wiese in Grandvoir

© 

Eisvogel

© JMP

Eingezäunter Bachlauf der Lienne

© GRAE

Uferschwalbe

© JMP