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Die Gaume oder Belgisch-Lothringen

Belgisch-Lothringen wird von drei Kalkterrassen, den „cuestas“, d.h. Schichtstufen durchzogen, die von West nach Ost verlaufen. In dieser Region gibt es sehr durchlässige sandig-lehmige Böden, aber auch Kalkgestein-Anhöhen, die früher extensiv abgeweidet wurden und heute noch einige Orchideenarten beheimaten. Diese Zone ist, neben der Region Fagne-Famenne, die Region mit der größten Biodiversität. Das liegt besonders daran, dass die Landwirtschaft dort vielerorts recht lange  nur wenig intensiv betrieben wurde. In den Haupttälern der Semois, der Vire und des Ton gibt es noch sehr viele Feucht- und Mähwiesen, die extensiv bewirtschaftet werden. Sie bieten so manchen typischen Pflanzenarten Schutz, wie z.B. dem Wiesen-Pippau, der Acker-Witwenblume, dem Wiesen-Bocksbart und der Herbstzeitlose. Doch auch Heuschrecken und in den feuchteren Teilen Gewöhnlicher Teufelsabbis und Breitblättriges Knabenkraut sind hier zuhause.

An den Hängen dieser Täler und den südlichen Kanten der Schichtstufen hat sich ein schönes buntes Netz aus freistehenden Hecken entwickelt. In den Dörfern gibt es noch einige alte Streuobstwiesen.

An denleichten Hängen und an der oberen Hälfte der Talhänge gibt es Kornfelder, die noch von Zeit zu Zeit einer vielseitigen und selten gewordenen Ackerflora Schutz bieten, wie zum Beispiel der Kornblume, der Gelben Margerite, dem Wachtelweizen, dem Eiblättrigen Tännelkraut, dem Gemeinen Frauenspiegel, dem Acker-Steinsamen und der Ranken-Platterbse.

 

Die Gaume oder Belgisch-Lothringen

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Ringelnatter

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Mauereidechse

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