TIPP DES TAGES

  • Les reines de la nuit

 

AgriNature und Natura 2000

Angesichts der schwindenden Zahl natürlicher Lebensräume und wildlebender Arten hat die Europäische Union in ihrem Hoheitsgebiet spezielle Politiken eingeführt, die die Artenvielfalt erhalten und das Naturerbe aufwerten sollen. Vor diesem Hintergrund wurde vor 20 Jahren das ehrgeizige Programm „Natura 2000“ gestartet.

In der Wallonie wurden im Rahmen von Natura 2000 240 Standorte ausgewählt, die sich über eine Fläche von etwa 221.000 Hektar erstrecken (d.h. 13% der Wallonie). Je nach Auflagen und Bewirtschaftungsverfahren, die für die Aufrechterhaltung bzw. die Erhöhung der Artenvielfalt an diesen Standorten erforderlich sind, erhalten die Akteure vor Ort „Natura 2000“-Prämien.

Im Einzelnen heißt das, dass im Rahmen von Natura 2000 rund 5000 Landwirte in die Bewirtschaftung von ca. 27.500 Hektar Agrarland eingebunden sind (unter diesen sind lediglich 3000 von einer Fläche über 1 Hektar bzw. von über einem Prozent ihrer Fläche betroffen). Ihre Parzellen, die sich zu 90% aus Wiesen zusammensetzen und in erster Linie in den Regionen Gaume, Ardennen, Fagne und Famenne zu finden sind, umfassen:

  • zu etwas mehr als 20% typische natürliche Lebensräume, die entweder selten oder vom Aussterben bedroht sind und als „Habitat“ bezeichnet werden (z.B. magere Mähweiden, Heiden usw.) ;
  • zu maximal 40% Lebens- und Reproduktionsräume von in Europa geschützten Arten, die als „Lebensräume für Arten“ bezeichnet werden (z.B. Heckenlandschaft des Würgers);
  • zu mindestens 40% Gebiete, die als Bindeglied zwischen „Habitaten“ und „Lebensräumen für Arten“ fungieren.

 

Schlingnatter

© JD

Nördlicher Kammmolch

© CS

Kornweihe

© CS

Blauschillernder Feuerfalter

© APi