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Streuobstwiesen

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung niederstämmiger Obstbaumplantagen, die die Ernte, die Bewirtschaftung und die Schädlingsbekämpfung vereinfachen, verschwinden Streuobstwiesen nach und nach aus unserem Landschaftsbild. Erstreckten sich diese vor 60 Jahren noch über eine Fläche von mehr als 20.000 Hektar, sind es derzeit nur noch einige hundert Hektar. Und doch sind diese Obstwiesen nicht nur erstklassige Obstlieferanten, sondern auch wahre Oasen der Natur.

So dienen sie etwa 40 Vogelarten als Zufluchtsstätte und Lebensraum. Bestimmte Arten nisten in den Hohlräumen alter Bäume (Steinkauz, Kleiber und Buntspecht), andere hingegen ernähren sich von Insekten aller Art (Waldbaumläufer, Grünspecht).

Die Förderung dieser traditionellen Obstwiesen, in denen sich Weiden und Obstbäume vermischen ist eine wichtige Aufgabe. Sie erfolgt durch Bestandsauffrischung alter Obstwiesen durch einen Verjüngungsschnitt, durch Nachpflanzen oder durch das Anpflanzen neuer Obstgärten. Über AgriNature werden solche Projekte durch Beihilfen fürs Anpflanzen und die Pflege lebender Hecken, Obstwiesen und Baumreihen in der Wallonie gefördert. Weitere technische Hilfen für die Pflanzung und die Pflege bietet das Réseau Wallon de la Diversité Fruitière (wallonisches Netz für Obstvielfalt).

 

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